Schule und Geschlecht
Können Buben tatsächlich besser rechnen als Mädchen? Haben Mädchen wirklich kein Interesse an Technik und Informatik? Und wenn dem so sein sollte, weshalb? In welchem Masse prägen Rollenbilder unser Verhalten? Was heisst Genderkompetenz in der Schule?
Die Innerschweizer Gleichstellungskommissionen und Fachstellen für Gleichstellung führen von Herbst 2009 bis Frühling 2010 an verschiedenen Orten der Zentralschweiz eine Veranstaltungsreihe durch, die sich dem Thema Schule und Geschlecht widmet.
Veranstaltung im Kanton Uri
Rollenbilder - Zwischen Teddybär und Supermann oder vom Puppenhaus in die Welt hinaus
Dienstag, 20. April 2010, 19.30 Uhr, Kollegi Kapelle Altdorf
Im Zentrum dieses Anlasses stehen die Rollenbilder der jungen Frauen und Männer, die immer wieder eigene Entscheide beeinflussen und sogar bestimmen. In der Diskussion geht es um die Frage, welche Ressourcen junge Menschen haben und welche Unterstützung sie brauchen, um unabhängig der gängigen Rollenvorstellungen an ihre Fähigkeiten zu glauben und ihren eigenen Weg planen und in Angriff nehmen zu können. Das Inputreferat von Lu Decurtins gibt einen Einblick in die Thematik, im anschliessenden Podium diskutieren die verschiedenen Fachpersonen die präsentierten Ansätze.
Referat: Lu Decurtins, Erwachsenenbildner, Sozialpädagoge und Supervisor, Forschungs- und Projektarbeit im Genderbereich, Autor und Vater von drei Kindern
Anschliessend Podium
Organisation: Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann, Kontakt Uri, Jugendberatung
Kontakt und Info Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Uri, Monika Arnold (Sekretariat), Standeskanzlei Rathaus, 6460 Altdorf, T 041 875 20 08, monika.arnold@ur.ch
Veranstaltung in Luzern
Mädchen und Jungs im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht Mittwoch, 24. März 2010, 18.30 Uhr, Marianischer Saal, Luzern
Flyer Vortrag Gender Vortrag Schule und Geschlecht
Das Thema Chancengleichheit stellt eine aktuelle Herausforderung für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht dar. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer polarisieren dabei zwischen Mädchen und Jungen. So weisen zahlreiche Studien auch für die Schweiz beträchtliche Leistungs- und Interessensunterschiede zwischen den Geschlechtern aus, die sich im Verlauf der Schulzeit noch vergrössern. Im naturwissenschaftlich-technischen Bereich werben Ausbildungsbetriebe und Hochschulen immer mehr um Schulabgängerinnen. In der Veranstaltung wurden Ursachen der Geschlechterdifferenzen analysiert und Massnahmen für den Unterricht diskutiert.
Organisation und Information Fachstelle Gesellschaftsfragen des Kantons Luzern, Daniel Fallegger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Rösslimattstrasse 37, Postfach 3439, 6002 Luzern Telefon 041 228 67 14, daniel.fallegger@lu.ch
Veranstaltung im Kanton Nidwalden
Maitli- und Buebepowerwochen OW und NW im Frühling 2010 – was ist das?
Mittwoch, 13. Januar 2010, 19.30 Uhr, Spritzenhaus, Stans
Eine Infoveranstaltung für Mitglieder von Gemeinde- und Schulräten, Eltern, Lehrpersonen, Interessierte
In der zweiten Woche der Frühlingsferien findet vom Montag, 12.4.2010 bis Freitag, 18.4.2010 erstmals in Obwalden wie in Nidwalden die Maitli- und Buebepowerwoche für Mädchen und Buben der 1. bis 3. Oberstufe statt. Was ist die Idee hinter dieser Woche? Wieso werden während dieser Woche Mädchen und Buben getrennt? Was wird diesen hier geboten? Was für OW und NW noch neu ist, ist für Solothurn schon etwas Routine. Hier gibt es die geschlechtergetrennten Angebote für Jugendliche bereits seit mehreren Jahren. Beatrice Bösiger und Barbara Kläsi werden an diesem Abend von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen berichten.
Organisation Fachstelle Gesellschaftsfragen NW, Fachstellen Gesundheitsförderung und Gleichstellung OW/NW
Kontakt und Info Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann OW/NW, Dorfplatz 4, 6060 Sarnen, T 041 666 60 61, gleichstellung@ow.ch
Veranstaltung im Kanton Zug
Genderkompetenz macht Schule Gleiche Chancen für Jungen und Mädchen
Mittwoch, 25. November 2009, 19.30 Uhr, Theater Casino Zug
Eine Veranstaltung der Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann und der Direktion für Bildung und Kultur.
Begrüssung Christine Blättler, Präsidentin Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann, Regierungsrat Patrick Cotti, Direktion Bildung und Kultur Inputreferat GENDERFIT? – Weil das Geschlecht in der Schule eine Rolle spielt Marianne Aepli und Andreas Borter Podiumsdiskussion Marianne Aepli, Primarlehrerin, master of cultur & gender; Prof. Dr. Brigit Eriksson, Rektorin PHZ Zug; Andreas Borter, Genderfachmann und Organisationsberater; Lu Decurtins, Sozialpädagoge und Supervisor, Mitbegründer Netzwerk Schulische Bubenarbeit; Jürg Portmann, Präsident Rektorenkonferenz Kanton Zug und Rektor der Gemeinde Walchwil Moderation Claudia Kretschi-Truttmann, Lehrerin, Journalistin, Familienfrau
Unsere Schule soll geschlechtergerecht sein, das ist der gesetzliche Auftrag. Was das nun für die Institution Schule heisst, unterscheidet sich in den Bereichen Unterricht, Schulleitung, Bildungspolitik. Auf allen Ebenen ist Genderkompetenz gefragt. Mädchenwelten und Jungenwelten unterscheiden sich. Als ein Ort täglicher Sozialisation hat die Schule Einfluss auf die Identitätsbildung von Kindern, daher kommt sie um die Geschlechterfrage nicht herum: Der Anlass ermöglicht Einblicke in die Sozialisation von Buben und Mädchen und weist auf Aufgaben hin, die dabei der Schule zukommen. So stellen sich verschiedene Fragen:
- Worin unterscheiden sich Jungenwelten und Mädchenwelten? Auswirkungen?
- Wie wird die Schule den Kindern in ihrem Mädchensein oder Jungensein gerecht? Was brauchen Schulkinder an Begleitung oder an Stütze, um ihre eigene Geschlechtsidentität zu bilden? Wie kann die Schule verhindern, dass Kinder von geschlechtsspezifischen Klischees und Stereotypen eingeschränkt werden?
- Was ist falsch an der Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen in der Schule?
- Wie sieht eine gendergerechte Schule aus?
- Welche Aufgaben, Möglichkeiten wie auch Erwartungen haben dabei Bildungsverantwortliche, Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern?
Detailliertes Programm: http://www.gleichstellung-zg.ch/ (ab Anfang November)
Kontakt und Info Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann, Neugasse 2, 6300 Zug, T 041 728 48 44, info.gleichstellung@di.zg.ch
Veranstaltung im Kanton Schwyz
Berufswahl - Wie werden bei Kindern Interessen geweckt? Dienstag, 3. November 2009, 19.30 Uhr, MythenForum, Schwyz
Referat: Priska Thoma, Paar- und Familientherapeutin Podium: Richard Hensel, Amt für Berufsbildung, Kanton Schwyz; Michi Urwyler, Kindergärtner; Andrea Lerch, Polizistin; Priska Grütter, FULW Of EKF (Zugführerin im Militär); Stephanie Stähli, Eisenlegerin Moderation: Josias Clavadetscher, Chefredaktor Bote der Urschweiz
Flyer
Hintergrundinformationen
In der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise nimmt die Berufswahl einen wichtigen Stellenwert ein. Wer spricht mit Jugendlichen über ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen? Wer sind die wichtigsten Bezugspersonen von Jugendlichen bei der Berufswahl? Warum ist die Berufswahl ein Familienprojekt? Wie entstehen Begabungen? Weiss ich mit 12-13 Jahren schon, was ich später mal werden will? Warum nehmen Frauen auch sogenannte „Männerberufe“ in Angriff? Wie und wo wachsen unsere Kinder zu Berufswählerinnen- und -wählern heran? Alle diese Fragenkomplexe sind besonders von Bedeutung in einer stürmischen Zeit und in einem soziokulturellen Umfeld, das von verschiedenen Einflüssen geprägt wird und einem ständigen Wandel unterliegt. Berufe und Arbeitsplätze entstehen heute und verschwinden morgen wieder. Ziel dieses Podiums ist es, eine breite Diskussion im Kanton im Hinblick auf den nationalen Tochtertag auszulösen, der am Donnerstag, 12. November 2009, stattfindet.
Organisation und Information Gleichstellungskommission des Kantons Schwyz, Antonia Betschart (Präsidentin), Grossmatt 16, 6440 Brunnen, T 041 820 01 64, antonia.betschart@sunrise.ch
Veranstaltung im Kanton Obwalden
Montag, 7. Sept. 2009, 19.30h | Aula Cher, Sarnen Die Matura - kein Ziel mehr für Jungs? Immer weniger Knaben gehen an die Kantonsschule: Gründe, Folgen, Massnahmen? Flyer
Referat Dr. Silvia Grossenbacher Referat Dr. Silvia Grossenbacher, Folien
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